Binge Report 07/08 2026

Binge Watching:

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Ganz oben im Juli stand „The Bear“, die letzte Staffel.
Auf der einen Seite die Geschichte von den Hochs und Tiefs eines Restaurant-Start-ups und den damit verbundenen Schicksalen.
Es ist nicht nur ein Einblick in die Welt der Sterneköche, der Skandal um den Noma-Chef, der die ihm Anvertrauten misshandelt haben soll, passt vom Timing natürlich perfekt zu der Serie.

Was ich mitgenommen habe?
Die Haltung zum Scheitern, zum persönlichen Scheitern. Das Scheitern gehört im amerikanischen Kulturkreis einfach dazu, wer etwas persönlich oder geschäftlich wagt, kann scheitern und tut es auch oft. In den USA gehört das dazu und niemand verurteilt jemanden, der mit seiner Idee gescheitert ist. Ganz anders in meinem deutschen Kulturkreis. Dort ist Scheitern keine Option und stigmatisiert den Gescheiterten oft für lange Zeit. Diese Haltung führt dazu, dass man sichere Optionen bevorzugt, das Risiko meidet.
Die Einstellung führt nicht immer zu glücklichen Menschen.

Der „Friedhof der Gescheiterten“, so nennt Dobelli das Archiv der gescheiterten Projekte. Und diesen Friedhof sollte sich jeder anschauen, der meint, auf seine Geschäftsidee hätte die Welt gewartet.

The Bear ist intensiv, spannend, traurig, lustig mit Typen, die man sich eigentlich nicht ausdenken kann, die es nur im realen Leben gibt.
Beste Fernsehunterhaltung mit nachdenklichem Abgang.

Wenn wir schon bei Gründungsmythen sind:
„Rivals“,

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typisch englischer Humor. Lachen, das einem im Halse stecken bleibt.
Süß-saure Serienkost, die süchtig macht.
Thema:
Mitte/Ende 80er Jahre (…..klasse Musik).
Die ersten Privatsender kämpften damals um Lizenzen und Quoten, die Tutti-Frutti-Zeit.
Englischer Humor vom Feinsten, böse und gut. Und beim Sex sieht man auch mal einen Busen.


Wir schauen eigentlich immer zwei Serien parallel, erst kommt der Krimi, oder eine Serie mit etwas härterem Stoff, danach kommt ein Longrun der etwas ruhigen Art.
Sei es Gossip Girl, 2 Broke Girls oder meine absolute Lieblingsserie: Gilmore Girls.

Aktuell ist es „Everwood“:
Ein berühmter Chirurg verliert seine Frau bei einem Unfall und zieht mit den Kindern, anfangs 9 und 15, in eine Kleinstadt, um dort als Hausarzt zu praktizieren.
Eine typische amerikanische Kleinstadtserie? Dachten wir auch, aber Everwood geht tiefer.

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Nach einem ruhigen Anlauf spricht die Serie, die aus dem Jahr 2005 stammt, Themen wie den Tod eines Teenagers und wie seine Umwelt damit umgeht, Drogensucht, HIV, Abtreibung, Bulimie bei Kampfsportlern….. an (und das nur in den ersten 2 Staffeln).
Alles im Rahmen einer ruhigen, sanften Erzählung rund um die Entwicklung und die emotionalen Nöte der beiden jugendlichen Protagonisten, die wohl zusammenkommen wollen, aber nicht können.
Die Serie macht mit der Art, wie sie die Themen behandelt, nachdenklich, und ich habe schon hier im Blog Themen daraus entnommen.

Treat Williams, der viel zu früh verstorben ist, bezeichnete die Serie als eine der wichtigsten, in der er je mitgespielt hat.

Ich bin gespannt, wie es weitergeht. Die Protagonisten steuern, von ihren Hormonen gesteuert, in ihre Zukunft. Bei einigen Folgen kam mir doch die eine oder andere Erinnerung wieder hoch. Wir erleben, zumindest so weit wir bisher gekommen sind, eine Welt, in der langsam Mobiltelefone Einzug halten, aber noch nicht die sozialen Medien in ihrer brutalen Version, wie wir sie aktuell im Jahr 2026 erleben. Tratsch, Mobbing etc., das ging auch ohne soziale Medien, nur war das auf Augenhöhe, und die Beteiligten konnten zusammen Auswege finden. Das geht heute nicht mehr so einfach. Mann bin ich froh, dass ich in der Vor-Internet-Zeit Jugendlicher war. Heute hätte ich mich kaum noch frei bewegen können.

Ein Thema in Everwood: 16-Jähriger verliebt sich in 20-Jährige, nicht nur in den USA rechtlich im Grenzbereich.


Aber da dockt noch eine andere Serie an.
Wenn Jugend und ältere Generation sich verlieben, ist das nicht nur bei Everwood ein Thema, aber wie das eine englische Serie verarbeitet, das hat dann doch noch eine andere Klasse:

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„Alice und Steve“: Älterer Freund der Familie und Tochter der Familie verlieben sich ineinander, wobei die Mutter dem älteren Freund auch noch nahe stand.

Englisch, skurril, gut.


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„Not Suitable for Work“: begleitet Berufsanfänger in der Finanzwelt in ihrem Kampf um Beziehungen und Jobs. Klasse gemacht, schnell, amerikanisch und sehr spaßig. Bisher nur eine Staffel, hoffentlich bald mehr.


Auf der Krimiseite gibt es „R.J. Decker“, Ex-Fotograf, kommt aufgrund undurchsichtiger Machenschaften ins Gefängnis und wird, wieder in Freiheit, zum Detektiv, der bei seiner Frau, die mittlerweile mit ihrer Lebensgefährtin lebt, einzieht.

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Das alles spielt in Florida und erinnert mich an das Magnum-Setting.
Klasse Krimikost, nicht zu leicht, nicht zu schwer.

Schwerer und etwas düsterer wird es dann bei
„Murder in a Small Town“

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Die Serie fängt etwas verschlafen an: Großstadt-Cop wird Polizeichef in einer kleinen Provinzstadt in der Nähe von Vancouver.
Die Serie zieht dann aber schnell an und wird zu Krimikost vom Feinsten.
Die ruhige Erzählweise und die Liebe zu den Charakteren haben uns schnell für sich eingenommen. 2 Staffeln, und die 3. kommt noch.


Was steht bei uns als nächstes an?

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Die neue Staffel von
Survival of the Thickest

Auf der Liste ganz oben: The Shards

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Auf die neue Staffel von Outer Banks freuen wir uns auch schon.

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Was nach Everwood kommt, mal schauen….

Meine eigenen Projekte laufen weiter:
Bei Star Wars bin ich noch immer bei der Zeichentrickserie Rebels.

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Anfangs hat mich der etwas einfachere Animationsstil gestört, da Bad Batch die Latte hoch gehängt hat, aber die Story wurde ab der 2. Staffel dichter und fügt sich in die Gesamt-Storyline von Star Wars ein.
Obwohl, ich denke Star Wars wäre bei manchen Erzählebenen noch intensiver, wenn man die Erzählung mit der Macht rauslassen würde, wie bei Bad Batch.
Und manchmal tun mir die Sturmtruppler schon leid, egal wie viel sie schießen, sie treffen einfach nicht. Das war bei der Roboterarmee noch nachvollziehbar, bei den Sturmtrupplern aber weniger.
Also, das Projekt läuft weiter.

The Boys, was soll ich dazu sagen, ich habe immer einen Kloß im Hals, da sich unter dem ganzen Splatter die Trump-Welt auftut.

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Bei Westworld habe ich eine Pause eingelegt, das geht aber im November weiter.

So viel vom Binge-Sofa.